2007

Frühjahr

Der Anfang für ein aufwendiges Bauvorhaben war getan. Im Frühjahr 2007 erfolgte die Beräumung und Entrümpelung des Geländes "Altes Sägewerk" in Merschwitz von Ästen, Steinen, Erdaufschüttungen und Unrat.

Am 14.März 2007 Punkt 12 Uhr erfolgte die Sprengung des ebenfalls auf dem Gelände befindlichen ca. 25 Meter hohen baufälligen Schornsteins. Der Schutt wurde beräumt.

Im Mai 2007 wurde ein befahrbarer Weg über das Außengelände hin zum Turmkran geschaffen.
So konnte man dann die eingestürzte Stahl- und Holzkonstruktion des Turmkrandaches mit einem Kran abheben.

Danach erfolgt die Notsicherung des Turmkranes durch eine Baufirma. Als weitere Maßnahme wurde die Trockenlegung des Turmkranes geplant.

Die Mauer, die das Gelände direkt am Elberadweg begrenzt, wurde im Juni 2007 mit sehr hohem Aufwand und unter Einbeziehung der vorhandenen alten Mauersteine saniert, welche auch bei der Beräumung des Außengelände ans Tageslicht traten.

2008

Der Turmkran wurde komplett eingerüstet. Es konnte der Innenausbau beginnen. Dabei wurden zunächst die Zwischendecken neu eingezogen und der Treppenaufgang eingebaut.

Das obere Geschoss des Turmkranes erhielt eine runde Fensterfront. Die Arbeiten für den Dachaufbau des Auslegers und des gesamten Daches konnten beginnen.

Aufgrund fehlender Konstruktionspläne konnte der drehbare Dachaufsatz bei der Rekonstruktion des Turmkranes nur auszugsweise nachgestellt werden und wird sich somit in Zukunft nicht mehr drehen.
Beim Abheben des eingestürzten Turmkrandaches im Juni 2007 konnten in der Stahl- und Holzkonstruktion Teile der Antriebsmechanik geborgen werden, welche für den weiteren Erhalt aufgearbeitet wurden. Diese Teile wurden sandgestrahlt und mit Farbe neu beschichtet.

Die Antriebsräder und ein Teil der Ringschiene wurden zum technischen Verständnis wieder in den Dachaufsatz eingebaut.

Weitere Teile der Antriebsmechanik sind in einer Ausstellung im Turmkran bzw. Außengelände zu sehen.

Die Bauarbeiten am Turmkran gingen mit großen Schritten voran. Die Begrünung und Bepflanzung der Außenanlage zeigte erste sichtbare Konturen.

Die runde Fensterfassade im Obergeschoss des Turmkranes und der Dachaufbau für den Ausleger bekamen von außen eine Holzverkleidung, gefertigt von der Firma Zimmerei-Dekan Weinböhla.

Im Monat November 2008 wurden die Dacharbeiten abgeschlossen. Das Dach und der Dachaufbau wurde durch die Firma Hering & Ackermann GmbH und Co.KG Röderau mit Kupferblechen verkleidet.

Im Zeitraum November/Dezember 2008 erhielt der Turmkran von der Firma Grabs Großenhain seinen Außenputz ganz in beige gehalten.

Der Ausleger des Turmkranes ist wie ursprünglich aus Holz geplant. In den vergangenen Jahren war es Tratition, dass ein Flößerverband mit Sitz in Meißen eine historische Flößerfahrt auf der Elbe nachstellte und so geschlagene Baumstämme transportierte. Aus diesen Beständen sollte der Ausleger herausgekauft werden.
Am 12. September 2008 war es soweit. Die Flößer legten in Merschwitz am Elbufer des Turmkranes einen Stopp ein, um einen Holzstamm von 16 Meter Länge zu übergeben. Doch das Holz war zu nass, man konnte es nicht für den Ausleger verwenden.
Auf der Suche einen geeigneten Balken zu finden, wurde Kontakt zum Imprägnierwerk Wülknitz aufgenommen. Ein imprägnierter Stamm mit einer Länge von 12 Meter konnte als Turmkranausleger erworben werden. Der Einbau erfolgte im Zeitraum November/Dezember 2008.

Kurz vor Weihnachten 2008 fielen die Außengerüste am Turmkran Merschwitz.
Somit wurde die erste große Etappe beim Aufbau des Turmkranes anno 1921 im ehemaligen Sägewerk Merschwitz nach knapp zweijähriger Bauzeit beendet.
Nun zeigt der rekonstruierte Turmkran seine äußerliche Schönheit.

2009

Die nächste Aufbauetappe, der komplette Innenausbau des Turmkranes beginnt im Frühjahr 2009.

 
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